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Runde 5

[ud] Nach dem bisher sehr erfolgreichen Start mit 3½ Punkten aus 4 Partien kommt es in der fünften Runde zu einer sehr schweren Begegnung, denn Österreich trifft auf das starke Team von Indien. Stefan muss sich mit dem jungen Inder Harikrishna messen. Wieder kommt das beliebte Italienisch auf das Brett. Stefan wird im sechsten Zug vom sehr aggressiven und prinzipiellen Aufzug des Damenbauern überrascht. In der Folge spielt Harikrishna den neuen Zug 10. ... Se7 von Godena aus dem Jahr 2005. Soll Weiß jetzt auf e5 nehmen oder nicht? Stefan entscheidet sich für den Zentrumaufmarsch mit 11. d4. In einem etwa ausgeglichenen Mittelspiel stellt der Inder seine Figuren harmonischer auf und die Stellung wird allmählich unangenehm für Weiß. Stefan wickelt mittels erzwungenen Damentauschs, für den er zwei Figuren gegen Turm und Bauer opfern muss, in ein scheinbar unklares Endspiel ab. Tatsächlich ist dieses Endspiel jedoch für Schwarz vorteilhaft. Im 31. Zug dringt er mit seinem Turm aktiv in die schwarze Stellung ein und es scheint, als ob der Inder ihm ausreichend Gegenspiel geschenkt hätte. Leider erweist es sich als Danaergeschenk. Der Turm kann sich nicht mehr der Umzingelung der schwarzen Leichtfiguren erwehren, er geht verloren und damit auch die Partie.

Nach den Aufregungen der ersten vier Runden lässt es Dijana Dengler in der nächsten Begegnung etwas ruhiger angehen. Sie spielt nicht die kritische Variante gegen die von ihrer Gegnerin gewählten Skandinavischen Verteidigung. Dennoch gelingt es ihr etwas Druck auf die Stellung der Tschechin, die in einem Team der FIDE spielt, auszuüben. Die Nachziehende verhält sich jedoch den Stellungsproblemen gewachsen und kann nach und nach den Druck Dijanas neutralisieren. Es entsteht ein ausgeglichenes Endspiel, das nach 42. Zügen Remis gegeben wird.

Die fünfte Runde bringt für Roman einen schnellen Sieg in nur vier Zügen ein! Wie kann denn das möglich sein? Eine unsägliche Regelung des Weltschachbundes FIDE ist hierfür zuständig. Dummerweise klingelte nämlich das Mobiltelefon des Ghanaers Thompson und die Regel besagt nun, dass in diesem Fall die Partie sofort verlustig erklärt wird. Auch das Dringen Romans gegenüber dem Schiedsrichter, er möge die Partie lieber weiterspielen und nicht auf diese kleinliche Art und Weise gewinnen, findet kein Gehör!

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